Familienfreundlichkeit beim Arbeitgeberverband HessenChemie

Der Arbeitgeberverband HessenChemie wurde am 17. Juni 2009 zum zweiten Mal als familienfreundliche Institution ausgezeichnet.

Zielvereinbarungen für die zweite Auditphase 2009 – 2012

Mit der zweiten Auditphase möchte die HessenChemie ihre generationengerechte Personalpolitik weiterentwickeln. Die Re-Auditierung - verbunden mit einer Qualifizierungsoffensive - soll die Leistungsfähigkeit, Flexibilität und Motivation der Beschäftigten steigern. Zudem möchte HessenChemie mit gutem Beispiel vorangehen und sich seiner sozialpolitischen und gesellschaftlichen Verantwortung stellen.

Folgende Handlungsfelder werden bis 2012 schrittweise umgesetzt:

  • Einführung eines Langzeitkontenmodells
  • Entwicklung von Organisationsleitbild und Führungsgrundsätzen
  • Konzept zur strukturierten Führung von Mitarbeitergesprächen einführen und Fragen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie integrieren
  • Unterstützung der Führungskräfte bei der Lösung von Vereinbarkeitsthemen
  • Beibehaltung der Regelung zum Kinderbetreuungszuschuss
  • Ausbau der Infrastruktur für dezentrales Arbeiten
  • Projekt zur Optimierung der Arbeitsabläufe ergänzt um familienbewusste Aspekte
  • Kommunikationskonzept zur Positionierung des Themas, intern und extern
  • Veranstaltungen und Publikationen mit familienbewussten Aspekten für Verbandsunternehmen anbieten
Mit der Umsetzung der vereinbarten Handlungsfelder wurde eine Projektgruppe aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Verbandes betraut. Diese war, wie bereits in der ersten Auditierungsphase, hierarchie- und fachbereichsübergreifend besetzt.

Maßnahmen der ersten Aufitierungsphase 2006 - 2009

Die berufundfamilie gGmbH - eine Initiative der Hertie-Stiftung - erteilte am 31. März 2006 der HessenChemie das Grundzertifikat zum audit berufundfamilie®. Damit war die HessenChemie der erste auditierte Arbeitgeberverband in Deutschland.

Folgende Angebote standen den Mitarbeitern zu diesem Zeitpunkt bereits zur Verfügung:

  • Verschiedene Arbeitszeitmodelle
  • Alternierende Telearbeit
  • Betriebliche Altersvorsorge
  • Außerbetriebliches Engagement zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Zu Beginn der Auditierung 2006 wurde eine Projektgruppe mit der Umsetzung der beschlossenen Zielvereinbarungen beauftragt. Diese war hierarchie- und fachbereichsübergreifend besetzt.

Folgende beschlossene Maßnahmen wurden zwischen 2006 und 2009 schrittweise umgesetzt:

  • Entwicklung eines neuen Arbeitszeitsystems
  • Weiterer Ausbau des Telearbeitsangebotes
  • Akzeptanz für "Familienkarrieren" verankern
  • Lohnabrechnung von Tagesmüttern und haushaltshilfen durch den Verband
  • Bedarfsermittlung für Krippenplätze in der Umgebung des Standortes Wiesbaden
  • Einführung eines Kinderbetreuungszuschusses, gestaffelt nach Arbeitszeit und Bedarf
  • Vermittlung von Betreuungsangeboten für Kinder und pflegebedürftige Angehörige
  • Qualifizierung familiengerecht anbieten
  • Intensive Kommunikationn während der Elternzeit

Familienfreundlichkeit zahlt sich aus

Laut einer von der berufundfamilie gGmbH in Auftrag gegebenen Studie steigen Zufriedenheit und Motivation (in 85 Prozent der Fälle) sowie die Qualität der Arbeit (in 70 Prozent der Fälle). 90 Prozent der befragten Arbeitgeber sehen deutliche Vorteile im Wettbewerb um qualifiziertes Fachpersonal.

Das audit berufundfamilie

Das audit berufundfamilie unterstützt Unternehmen darin, Unternehmensziele und Mitarbeiterinteressen zu vereinbaren. 1995 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung entwickelt, ist das audit das strategische Managementinstrument zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Empfohlen von allen Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft, ermittelt es Potenziale und bietet individuelle Lösungen an, die sich rechnen. Durch den ausschließlichen Einsatz speziell qualifizierterund lizenzierter Auditoren ist die kontinuierlich hohe Qualität in der Durchführung des audit gewährleistet.

Die Autierung wird wissenschaftlich durch die Zusammenarbeit der berufundfamilie gGmbH mit dem Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik (FFP) an der Universität Münster begleitet. Das alles vor dem Hintergrund, dass Kosten für flexible Arbeitszeitkonzepte, Telearbeit oder die Vermittlung von Betreuungskosten deutlich geringer sind, als die, die durch Neubesetzung, Fehlzeiten, Überbrückungszeiten und Fluktuation entstehen, was ebenso aus den Ergebnissen der wissenschaftlichen Begleitung des audit hervorgeht.

In regelmäßigen Abständen finden Netzwerktreffen mit wechselnden Themen statt. Diese können dort bearbeitet werden. Zudem besteht die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und weitere Informationen zu erhalten.

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