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Wiesbaden, der 11.09.2008 12:30 Uhr

Auch Chemiekonjunktur verliert an Fahrt

Forschung, Investitionen und Ausbildung sind Bekenntnis zum Standort

Nach einem guten Start in das Geschäftsjahr 2008 hat die konjunkturelle Abkühlung jetzt auch die Geschäftsentwicklung der chemischen Industrie in Hessen erreicht. Dies belegen Zahlen einer aktuellen Wirtschaftsumfrage, die der Arbeitgeberverband HessenChemie in Zusammenarbeit mit dem Institut der deutschen Wirtschaft im August durchgeführt hat.
Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz stellte der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes HessenChemie, Karl-Hans Caprano, die Ergebnisse zur wirtschaftlichen Lage vor. Beteiligt hatten sich 85 Betriebe mit knapp 65000 Beschäftigten. Dies entspricht mehr als zwei Dritteln der Beschäftigten im Mitgliederbereich.

In den ersten sechs Monaten erzielten die hessischen Chemieunternehmen mit 10,75 Milliarden Euro nur noch ein leichtes Umsatzwachstum von 1,4 Prozent. Dieses Plus ist das Ergebnis der gestiegenen Preise für Chemieerzeugnisse. Sie lagen im ersten Halbjahr im Durchschnitt vier Prozent über dem Vorjahresniveau. Die abgesetzte Menge war dagegen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 um gut zwei Prozent geringer.

Das Auslandsgeschäft verlief mit einem Plus von 1,9 Prozent nur wenig dynamischer als der Handel mit inländischen Kunden, der lediglich um 0,6 Prozent anstieg. Für die zurückhaltende Konjunkturbeurteilung sind vor allem zwei Ursachen verantwortlich: Der enorme Anstieg der Rohstoff- und Energiekosten sowie die für viele Unernehmen weiterhin ungünstige Währungsrelationen gegenüber dem US-Dollar und dem englischen Pfund.

Dennoch hat sich die hessische Chemie in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld bisher gut behaupten können. „Die an unserer Umfrage beteiligten Unternehmen machen im Vergleich zur Situation am Jahresanfang nur leichte Abstriche bei der Beurteilung der Erträge“, erklärte Caprano. Auch die Produktionskapazitäten waren zum Zeitpunkt der Umfrage mit durchschnittlich 85 Prozent immer noch gut ausgelastet. Zwar seien die Auftragseingänge im 2. Quartal leicht rückläufig gewesen, das Auftragsvolumen werde aber immer noch überwiegend als „ausreichend“ bzw. „saisonüblich“ bezeichnet. Knapp zwei Drittel der Unternehmen gehe derzeit davon aus, dass sich die Geschäftslage bis ins erste Quartal 2009 hinein nicht wesentlich verändern werde. Etwa ein Viertel erwartet dagegen eine Abschwächung. „Insgesamt haben wir unsere Prognose für die Entwicklung von Produktion und Umsatz im Vergleich zum Frühjahr leicht nach unten revidieren müssen“, so der Verbandsvertreter. Man gehe davon aus, dass die Umsätze aufgrund des höheren Erzeugerpreisniveaus nur noch mit zwei bis drei Prozent im Plus liegen werden. Im Frühjahr war man noch von bis zu vier Prozent ausgegangen.

Standortvorteile durch zukunftsorientierte Personalpolitik

Auch wenn sich die positiven Beschäftigungsimpulse aus 2007 nicht fortsetzen werden, bleibt die Personalpolitik auf Zukunftskurs. Zwei Drittel der Unternehmen betreiben kontinuierlich Forschung und Entwicklung. Eine direkte Folge: 22,5 Prozent des Umsatzes, der an der Umfrage beteiligten Unternehmen, werden mit Produkten erzielt, die vor vier Jahre noch nicht am Markt waren. Die Investitionen werden zudem auch im kommenden Jahr auf einem hohen Niveau gehalten. Dabei steigt der Anteil der Erweiterungsinvestitionen auf 39 Prozent an. Das sind gut 6 Prozentpunkte über dem Durchschnittswert der letzten fünf Jahre. „Innovationen und Erweiterungen lassen sich aber nur mit hochqualifiziertem, leistungsbereitem Personal bewältigen“, betonte Caprano. Deshalb investieren die hessischen Chemieunternehmen weiter in steigendem Maße in Aus- und Weiterbildung. Mit über 1460 neu eingestellten Auszubildenden habe die Branche ihre tarifvertraglichen Verpflichtungen um rund 6,5 Prozent übertroffen. 98 Prozent der Chemiebeschäftigten seien zudem in Unternehmen tätig, die die Weiterbildung durch Freistellung oder Übernahme der Kosten fördern. Positiver Effekt: 50 Prozent der Mitarbeiter haben im letzten Jahr an Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen.

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