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Wiesbaden, der 04.12.2008 13:41 Uhr

Ausbildung in der Chemie über Soll

Erfolgsgeschichte „Zukunft durch Ausbildung“ fortgesetzt

Am heutigen Donnerstag kamen Vertreter des Arbeitgeberverbandes Chemie und verwandte Industrien für das Land Hessen (HessenChemie) und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in Wiesbaden am „Runden Tisch für Arbeitsmarktfragen“ zusammen, um zu prüfen, ob die Vorgaben des Tarifvertrags „Zukunft durch Ausbildung“ für 2008 erfüllt werden konnten. Hierzu wurden Zahlen einer aktuellen Verbandsumfrage ausgewertet.

Der Tarifvertrag verpflichtete die Unternehmen der hessischen Chemie, für 2007 und 2008 insgesamt 2754 Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Die erneut hoch gelegte Messlatte konnte deutlich übersprungen werden. Mit 1486 Ausbildungsplätzen für 2008 wurde die Zahl aus dem Vorjahr (1421 Stellen) nochmals übertroffen (+ 4,6 Prozent). Daraus ergibt sich für die beiden maßgeblichen Jahre eine Gesamtsumme von 2907 Stellen. In der Kunststoffverarbeitenden Industrie (KVI) wurde die Vorgabe von 66 Plätzen mit 115 Lehrstellen ebenfalls deutlich übertroffen.

„Damit leisten beide Branchen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses“, erklärte Dr. Udo Lemke, Geschäftsführer der Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH für den Arbeitgeberverband. Die Zahl der von der chemischen Industrie in Hessen angebotenen Ausbildungsplätze konnte gegenüber 2003, dem Jahr des Inkrafttretens des Tarifvertrags um 15,5 Prozent gesteigert werden. In beiden Branchen wurden insgesamt sogar 428 Plätze mehr bereitgestellt als tarifvertraglich vereinbart.

„Die Tatsache, dass sich die Sozialpartner in ihrem Ausbildungskonsens auf konkrete Zuwachsraten des Ausbildungsplatzangebots geeinigt haben, hat dazu geführt, dass in der hessischen Chemie in den letzten Jahren ein überproportionaler Beitrag zur Bewältigung des Ausbildungsplatzdefizits geleistet werden konnte“, würdigte Rainer Kumlehn, Landesbezirksleiter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) die gemeinsamen Anstrengungen.

Auch wenn die Folgen der Finanzkrise für die Beschäftigungsentwicklung in der hessischen Chemie heute noch nicht absehbar sind, wollen sich die Sozialpartner dafür einsetzen, die Erfolgsgeschichte des Tarifvertrags weiter fortzuschreiben.

Für Berufsstarter werden Informationen über Berufe, Bewerbungsvoraussetzungen und Ansprechpartner in der hessischen Chemie unter www hessenchemie de angeboten. Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) informiert darüber hinaus auf der Seite www chemie4you de.

Fragen richten Sie bitte an:

Arbeitgeberverband Chemie und
verwandte Industrien für das Land Hessen e.V.
Jürgen Funk, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Abraham-Lincoln-Straße 24, 65189 Wiesbaden
Tel: 0611 / 7106-49
Fax: 0611 / 7106-66
E-Mail: funk (at) hessenchemie (dot) de
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