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Wiesbaden, der 10.09.2009 11:45 Uhr

Hessische Chemie auf dem Weg aus der Krise

Personalpolitik mit Weitsicht - Zahl der Ausbildungsplätze nochmals gestiegen

Die hessische Chemie befindet sich nach massiven Einbrüchen im 4. Quartal 2008 und zu Beginn dieses Jahres auf dem Weg aus dem Konjunkturtal. Dieser Weg ist noch lang und die Folgen der Rezession werden bis weit in das Jahr 2010 hinein spürbar bleiben.

Grundlage für diese Einschätzung ist eine aktuelle Umfrage des Verbandes, die heute in Frankfurt vorgestellt wurde. Daran waren 90 Mitgliedsunternehmen mit knapp 74.000 Beschäftigten beteiligt. Das entspricht fast 80 Prozent der Chemiebeschäftigten im Mitgliederbereich der HessenChemie. Zusätzlich nahmen 22 Unternehmen der Kunststoffverarbeitung mit rund 4.000 Mitarbeitern teil.

Kapazitätsauslastung weiterhin zu schwach

Die wirtschaftliche Lage wird von den Unternehmen noch zu zwei Drittel mit „unbefriedigend“ oder „schlecht“ bewertet. Die Kapazitätsauslastung ist zwar in den letzen Monaten leicht angestiegen, liegt aber mit 73 Prozent in den Sparten der klassischen Chemie um 13 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. In der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Hessen lagen die Umsätze im 1. Halbjahr 2009 um 4,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Davon war das Inlandsgeschäft mit einem Minus von 8,8 Prozent erheblich stärker betroffen als der Export (-2,3 Prozent). Der in Hessen besonders starke Pharmabereich ist von der Krise dagegen praktisch unberührt geblieben. Die Geschäftslage wird hier im Durchschnitt weiterhin als „befriedigend“ eingestuft. „Die Unternehmen der klassischen Chemie hat der wirtschaftliche Einbruch in seinem ganzen Ausmaß getroffen“, erklärte Vorstandsvorsitzender Karl-Hans Caprano. Hier lag die Produktion im 1. Halbjahr 2009 im Durchschnitt um fast 13 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das Umsatzminus bewegt sich in einer Größenordnung von 15 Prozent. Auch für die Kunststoffverarbeitung weist die amtliche Statistik einen Umsatzrückgang von gut 15 Prozent aus.

Der Weg aus der Krise wird lang

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die Unternehmen der klassischen Chemiesparten nur langsam aus dem Konjunkturtal heraus kommen. Die Unternehmen bewerten die Geschäftslage im August zwar weniger schlecht als noch zu Beginn des 2. Quartals. Sie liegen mit ihrer Einstufung aber noch in den unteren Regionen. Nur ein Drittel erwartet bis zum 1. Quartal 2010 eine spürbare Verbesserung der Geschäftslage. Entsprechend fallen die Angaben zur Ertragssituation aus: Mehr als drei Viertel der Unternehmen bezeichnen das Ertragsniveau im 1. Halbjahr als „unbefriedigend“ oder „schlecht“. Auch im 2. Halbjahr rechnen die Firmen mit einer schlechteren Ertragslage als im Vorjahr. „Aufgrund des überdurchschnittlichen Anteils der Pharmasparte – hier liegen Produktion und Umsatz im Plus – erwarten wir für die hessische Chemie insgesamt einen Rückgang in der Größenordnung von fünf Prozent. In den klassischen Chemiesparten dürfte er gegenüber 2008 sogar über zehn Prozent betragen“, erklärte Caprano.

Personalpolitik mit Weitsicht

Wie auch in den vergangenen Monaten registrierte der Verband bei den an der Umfrage beteiligten Unternehmen Besonnenheit und Weitsicht in der Personalpolitik. Anfang August lag die Zahl der Beschäftigten lediglich um 0,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Im Chemiebereich fiel das Minus mit 2,2 Prozent höher aus. In der Pharmasparte setzte sich das leichte Wachstum der vergangenen Jahre sogar noch fort. Die Zahl der Beschäftigten stieg hier um 0,7 Prozent. „Der Flächentarifvertrag mit seinen Flexibilisierungsinstrumenten und die Sozialpartnerschaft mit der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) haben sich in der Krise bewährt“, betonte Caprano. Das Ausbildungsplatzangebot konnte auch in diesem Jahr noch einmal gesteigert werden. Insgesamt haben die Unternehmen 1.507 Stellen (+ 1,4 Prozent) angeboten. Die Vorgaben des Tarifvertrags „Zukunft durch Ausbildung“ wurden damit übertroffen. Insgesamt absolvieren derzeit etwa 5.400 junge Menschen eine Ausbildung in den Mitgliedsunternehmen.

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