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Wiesbaden, der 24.06.2010 12:28 Uhr

Nachwuchssicherung in der Krise - Das Modell „1.000 für 1.000“ der Chemie-Sozialpartner

InfraServ Wiesbaden kann zusätzlich zwei Auszubildende übernehmen

Wegen der Wirtschaftskrise ist die Übernahmequote nach Beedigung der Ausbildung in einigen Unternehmen gesunken. Um diesem Trend entgegen zu wirken, ist im Tarifvertrag der chemischen Industrie ein Anreiz zur freiwilligen Übernahme von Auszubildenden festgeschrieben worden: das Modell „1.000 für 1.000“.

Auf die Wirtschaftskrise haben die Chemie-Tarifvertragsparteien im Frühjahr mit einem „Krisenbündnis“ reagiert. Dieses soll die Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung in der chemischen Industrie sichern. Der Tarifvertrag setzt unter anderem mit dem Modell „1.000 für 1.000“ einen Anreiz zur freiwilligen Übernahme von Auszubildenden. Damit sollen Betriebe unterstützt werden, die ausgelernte Auszubildende zusätzlich übernehmen wollen. „Das Unternehmen kann auf Antrag, pro zusätzlich übernommenem Auszubildenden, einen monatlichen Entgeltzuschuss von bis zu 1.000 Euro bekommen. Diese Förderung ist maximal zwölf Monate möglich“, erläutert der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes HessenChemie, Axel Schack. Er hält das Modell zur Nachwuchssicherung für einmalig in der deutschen Tariflandschaft.

Das erste hessische Unternehmen, das einen Antrag auf Unterstützung gestellt hat, kommt aus Wiesbaden. InfraServ Wiesbaden möchte Alexandra Muth, Auszubildende zur Bürokauffrau und Ronald Mayer, Elektroniker für Betriebstechnik, im Sommer weiter beschäftigen. „Eigentlich hätten wir beide Auszubildende nicht übernehmen können, denn erst im kommenden Jahr werden zwei Arbeitsplätze durch den Renteneintritt von Kollegen frei. Durch die Unterstützung haben wir nun glücklicherweise eine Möglichkeit gefunden, die Stellen frühzeitig zu besetzen“, freut sich Günther Craß, Geschäftsführer des Unternehmens.

InfraServ Wiesbaden wird, sobald der Antrag genehmigt ist, einen Zuschuss zu den Personalkosten erhalten. Die von Arbeitslosigkeit bedrohten Auszubildenden erhalten so die Chance auf Weiterbeschäftigung.

Zur Finanzierung des Modells ist mit dem Tarifvertrag ein „Nachwuchssicherungsfonds“ eingerichtet worden. Alle tarifgebundenen Chemie-Unternehmen zahlen in Abhängigkeit von ihren Beschäftigten hierein ein. „Wir gehen davon aus, dass Bundesweit rund 25 Millionen Euro in den Fonds fließen werden“, erläutert der Hauptgeschäftsführer der HessenChemie.

Den neuen Nachwuchssicherungsfonds verwaltet der gemeinsam durch Gewerkschaft (IG BCE) und den Bundesarbeitgeberverband (BAVC) 1975 gegründete „Unterstützungsverein der chemischen Industrie“ (UCI). Der UCI war ursprünglich ins Leben gerufen worden, um Arbeitnehmer zu unterstützen, die unverschuldet arbeitslos geworden waren. Seit dem Jahr 2000 betreut er die Sozialpartner–Initiative „Start in den Beruf“, mit der Schulabgänger, denen wichtige Voraussetzungen für die Aufnahme einer Ausbildung fehlen, fit gemacht werden.

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Jürgen Funk, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Tel: 0611 / 7106-49; Fax: 0611 / 7106-66
E-Mail: funk (at) hessenchemie (dot) de
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