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Wiesbaden, der 22.06.2011 10:43 Uhr

Soziale Marktwirtschaft: Auch heute noch ein Erfolgsmodell

Chemiebranche will neue Impulse setzen

Die 7. Wiesbadener Gespräche zur Sozialpolitik widmeten sich gestern dem Thema „Soziale Marktwirtschaft: Verantwortungsvoll gestalten“. Mehr als 170 Fachleute aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft waren dazu ins Wiesbadener Kurhaus gekommen.
Der Wittenberg-Prozess ist ein nachahmenswertes Modell auch für andere Branchen – so die einhellige Meinung der Diskussionsrunde, die auf Einladung des Arbeitgeberverbandes HessenChemie gestern im Kurhaus zusammengekommen war. Angestoßen wurde dieser Prozess 2007 von den Chemie-Sozialpartnern in der Lutherstadt Wittenberg. Ziel ist es, eine breite Diskussion in die Unternehmen zu tragen und dort Leitlinien für gemeinsames, verantwortungsvolles Handeln zu erarbeiten.
„Wir wollen damit eine moderne Begründung für die soziale Marktwirtschaft geben“, so Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). Denn vor dem Hintergrund der Globalisierung hat das Ansehen der sozialen Marktwirtschaft Schaden genommen. Nur rund ein Drittel der Deutschen befürwortet heute noch dieses Modell, 58 Prozent halten die wirtschaftlichen Verhältnisse in unserem Land für ungerecht – so die Ergebnisse einer Umfrage des Allensbach-Institutes im vergangenen Jahr. Die Chemie-Sozialpartner wollen diesem Akzeptanzverlust entgegenwirken.
Dass die soziale Marktwirtschaft auch heute noch ein Erfolgsmodell ist, darüber war sich das hochkarätig besetzte Podium im Kurhaus einig: Dr. Ralf-Norbert Bartelt (CDU), Dr. Heinrich L. Kolb (FDP), Michael Roth (SPD) und Kordula Schulz-Asche (Bündnis`90/Die Grünen) trugen die Positionen der Politik vor, Volker Weber vertrat die IG BCE, Jürgen Sauerwald von B. Braun Melsungen und Birgit Riess von der Bertelsmann Stiftung schilderten Erfahrungen aus der Sicht von Unternehmen. Moderiert wurde die Diskussion von dem ZDF-Programmbereichsleiter Dr. Norbert Lehmann.
Prof. Josef Wieland (Konstanz Institut für Wertemanagement) berichtete zudem von seinen Erfahrungen im internationalen Kontext. Der Wittenberg-Prozess stelle Fragen wie: „Was sind die Prinzipien guter Unternehmensführung? Wie können wir wirtschaftlichen Erfolg nachhaltig sicherstellen?“ Die Werte, um die es dabei gehe, würden im Zeitalter der Globalisierung auch auf internationaler Ebene ausgehandelt. Daher sei der Wittenberg-Prozess „ein deutscher Beitrag zu der Diskussion, wie wir besser wirtschaften können“.
Zu den Wiesbadener Gesprächen zur Sozialpolitik lädt HessenChemie einmal jährlich ins Wiesbadener Kurhaus ein. Die Veranstaltungsreihe hat sich als hochkarätiges Diskussionsforum zur Sozialpolitik etabliert. Auf der Internetseite www.wiesbadenergespr aeche.de können die vorherigen Veranstaltungen, Podcasts und weitere Informationen zu den verschiedenen Themen angesehen werden.
Begleitend zu der gestrigen Veranstaltung ist im F.A.Z-Institut ein Tagungsband erschienen, in dem die Thematik aus der Perspektive von Wissenschaft, Politik, Gewerkschaft und Unternehmen dargestellt wird. Interessenten erhalten das Buch im Buchandel oder über das F.A.Z.-Institut (www.faz-institut.de ).

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Fragen richten Sie bitte an:

Arbeitgeberverband Chemie und
verwandte Industrien für das Land Hessen e.V.
Jürgen Funk, Pressesprecher
Abraham-Lincoln-Straße 24, 65189 Wiesbaden
Tel: 0611 / 7106-49 oder 0162 / 2710649
Fax: 0611 / 7106-66
E-Mail: funk (at) hessenchemie (dot) de
www hessenchemie de und www wiesbadenergespraeche de
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