Pressemitteilungen
Wiesbaden, der 31.08.2011 12:00 Uhr

Hessische Chemie auf Wachstumskurs

Unterschiedliche Entwicklung Chemie- und Pharmasparte

  • Die chemisch-pharmazeutische Industrie in Hessen liegt weiter auf Wachstumskurs.
  • Für das laufende Jahr wird ein durchschnittliches Produktionswachstum von 4 Prozent erwartet.
  • Die Beschäftigungszahlen steigen leicht an.
  • Bei den Ausbildungsplätzen wurde ein Rekordergebnis erreicht.
Der Arbeitgeberverband HessenChemie und der VCI Hessen stellten heute in Frankfurt aktuelle Zahlen vor. An der Verbandsumfrage beteiligten sich 61 Unternehmen, in denen 68.000 Menschen arbeiten. Dies entspricht 75 Prozent aller Beschäftigten im Verbandsbereich. Zudem wurden Zahlen der amtlichen Statistik ausgewertet.

„Die konjunkturelle Lage beurteilen die an der Umfrage beteiligten Unternehmen mit ‚befriedigend bis gut‘. Das spiegelt sich auch in der Anlagenauslastung von etwa 90 Prozent wider“, berichtete Karl-Hans Caprano, Vorstandsvorsitzender des Arbeitgeberverbandes HessenChemie. Die Produktion wuchs in der chemisch-pharmazeutischen Industrie im 1. Halbjahr 2011 um 6 Prozent. Damit verbunden waren höhere Umsätze und Erträge. Außerdem nahm die Beschäftigung um knapp 1 Prozent zu. Besonders erfreulich sind die Ausbildungszahlen: „Für das neue Ausbildungsjahr haben die Mitgliedsunternehmen 1526 Ausbildungsplätze angeboten. Das ist der höchste Wert seit Abschluss des Chemie-Tarifvertrages ‚Zukunft durch Ausbildung‘ im Jahr 2003“, erklärte Caprano. Die Übernahmequote erreicht mit über 90 Prozent einen Spitzenwert.

Aufgrund der unterschiedlichen Entwicklungen wurde die „klassische Chemie“ und die Pharmasparte in der Auswertung der Umfrage gesondert betrachtet: Im ersten Halbjahr 2011 betrug das Produktionswachstum der klassischen Chemiesparten 3,9 Prozent. Die starke Nachfrage nach Chemieprodukten sorgte für eine durchschnittliche Preiserhöhung von 7,8 Prozent. Der Gesamtumsatz nahm um 10 Prozent zu, wobei der Export hier deutliche Impulse setzte und um 12 Prozent wuchs.

In der hessischen Pharmaindustrie zeigt sich ein anderes Bild: Während die Produktion hier mit fast 8 Prozent stärker anstieg als in den klassischen Sparten, fielen die Preise im 1. Halbjahr unter Vorjahresniveau um 1,3 Prozent. Der Export stieg auch in der Pharmasparte deutlich an: Die Auslandsumsätze wuchsen dabei um 10,9 Prozent, während die Umsätze im Inlandsgeschäft um fast 4,5 Prozent sanken. „Im Inlandsgeschäft haben diese Firmen sichtbar mit den Folgen der jüngsten Gesundheitsreform zu kämpfen“, erklärte Dr. Bernd Reckmann, Vorsitzender des VCI-Landesverbandes Hessen. Im ersten Halbjahr 2011 seien bereits 1,1 Milliarden Euro für Hersteller-Zwangsabschläge angefallen, mehr als das Doppelte im Vergleich zum Vorjahr. „Wir fordern daher eine Überprüfung von Zwangsrabatten und Preismoratorien“, so Reckmann.

Die Chemieverbände Hessen zogen in Frankfurt eine insgesamt erfreuliche Zwischenbilanz. Dennoch dürfe man aber die Risiken nicht aus dem Auge verlieren. Diese lägen vor allem in den zuletzt heftigen Verwerfungen an den Weltfinanzmärkten. Die Verbände befürchten, dass von dieser Entwicklung dämpfende Effekte auf die Realwirtschaft ausgehen könnten. Hinzu kommt, dass die Unternehmen mit weiterhin stark steigenden Kosten für Energie und Rohstoffe rechnen. Die energieintensive Branche erwartet, dass die angestrebte Energiewende zu zusätzlichen Belastungen führt. „Eine sichere Energieversorgung wird sich nicht alleine auf den Ausbau der erneuerbaren Energien stützen können“, erklärte Reckmann. Vielmehr seien auch moderne und effiziente Gas- und Kohlekraftwerke und der massive Ausbau der Leitungsnetze notwendig. Die Versorgung der Industrieparks durch eigene Kraftwerke sichere eine verbrauchsnahe und dezentrale Stromproduktion. „Die bürokratischen Belastungen der Industrieparkbetreiber müssen deshalb begrenzt werden“, forderte Reckmann.

Neben einer zukunftsfähigen Energieversorgung forderten die Chemieverbände Hessen eine innovationsfreundliche Gesundheits- und Arzneimittelpolitik und weitere Investitionen in Bildung. Dabei seien insbesondere die naturwissenschaftlichen Fächer zu fördern.

Die Statements der Pressekonferenz sowie die aktuellen Wirtschaftszahlen stehen in der Download-Datenbank zum Abrufen bereit.
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Fragen richten Sie bitte an:

Arbeitgeberverband Chemie und
verwandte Industrien für das Land Hessen e.V.
Jürgen Funk, Pressesprecher
Abraham-Lincoln-Straße 24, 65189 Wiesbaden
Tel: 0611 / 7106-49
Fax: 0611 / 7106-66
E-Mail: funk (at) hessenchemie (dot) de
Internet: www hessenchemie de
Pressedatenbank: www chemie-news de

Verband der chemischen Industrie e.V.
Landesverband Hessen
Magali Schleifer, Pressesprecherin
Mainzer Landstraße 55, 60329 Frankfurt/Main
Telefon: 069 / 2556-1430
Fax: 069 / 2556-1619
E-Mail: schleifer (at) vci (dot) de
Internet: www vcihessen de
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