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Wiesbaden, der 19.11.2013 14:38 Uhr

Wettbewerbsfähigkeit ist oberstes Gebot

Hessische Chemie tritt auf der Stelle: Arbeitgeber fordern Zurückhaltung in der Tarifrunde Wiesbaden

Die hessischen Chemie-Arbeitgeber halten die in der Presseinformation vom 19. November 2013 angesprochenen Erwartungen der Tarifkommission des Landesbezirks Hessen-Thüringen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) nach 5,5 Prozent mehr Entgelt für nicht realisierbar. Sie sei der aktuellen konjunkturellen Lage nicht angemessen, da die chemische und pharmazeutische Industrie auch 2013 nicht aus der Stagnation herausgefunden habe. Die Wettbewerbsfähigkeit der Branche müsse im Blick behalten werden. Im Bereich der Ausbildung wollen sich die Arbeitgeber auch weiterhin stark engagieren. Sie wehren sich jedoch gegen eine tariflich geregelte Übernahmeverpflichtung.

Die Forderung der Gewerkschaft nach einer Entgelterhöhung von 5,5 Prozent weisen die hessischen Chemiearbeitgeber zurück. „Eine Tariferhöhung dieser Größenordnung ist angesichts der wirtschaftlichen Lage in unserer Branche nicht gerechtfertigt“, sagt Dr. Axel Schack, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes HessenChemie. „Das Geschäft stagniert – und das bei steigenden Kosten und wachsendem Wettbewerb.“ Auch 2013 liegt die Chemie-Produktion noch nicht auf dem Niveau der Vorkrisenzeit. Schack betont, dass trotzdem die Zahl der Beschäftigten 2013 noch stabil sei.

„Eine weitere Belastung der Unternehmen durch überhöhte tarifliche Entwicklungen würde diese Entwicklung nachhaltig gefährden“, so Schack.

Der Verband verweist zudem auf die Risikofaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung der Branche. Die anhaltende Nachfrageschwäche aus Europa sei weiterhin eine große Belastung. Auch die Kosten für Rohstoffe und Energie seien ein dauerhafter Belastungsfaktor. Anderen Chemienationen, mit denen auch die hessische chemische Industrie im internationalen Wettbewerb steht, gelinge es zunehmend, sich von dieser Kostenentwicklung abzukoppeln. Deshalb müsse die Chemie-Tarifrunde 2014 vor allem ein Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der internationalen Konkurrenz sein.

Der Tarifvertrag „Zukunft durch Ausbildung“ mit dem bewährten Grundsatz „Ausbildung geht vor Übernahme“ soll nach Ansicht der Arbeitgeber fortgeführt werden. Die Übernahmequote in Hessen ist seit Jahren sehr hoch. „Die Übernahme-Entscheidung muss jedoch in der Verantwortung der Unternehmen bleiben“, sagt Schack. „Hier würde jede tariflich Vorgabe dazu führen, dass weniger ausgebildet wird und sich die Chancen für schwächere Jugendliche auf einen Ausbildungsplatz verschlechtern würden.“

Die Tarifrunde der chemischen Industrie in Hessen findet am 5. Dezember 2013 statt.

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Jürgen Funk, Geschäftsführer
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