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Wiesbaden, der 06.05.2014 16:07 Uhr

Vertagung: Weitere Verhandlung in der kunststoffverarbeitenden Industrie nötig

Auch wenn sich der Arbeitgeberverband HessenChemie und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) Hessen/Thüringen heute aufeinander zubewegt haben, war ein Abschluss nicht möglich. Zu weit lag die Forderung der Gewerkschaft noch von den Möglichkeiten der Arbeitgeber entfernt. Die Verhandlungspartner einigten sich auf eine Vertagung der Gespräche auf den 20. Mai in Wiesbaden. Bis dahin werden sich beide Seiten noch einmal getrennt beraten, um dann die Verhandlungen fortzusetzen.
Die Vertagung führte Thomas Wedekind, Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, auf die unterschiedliche Einschätzung der wirtschaftlichen Realität in den Betrieben zurück. „Beide Seiten waren an einer Lösung interessiert. Jedoch lagen die Positionen noch zu weit auseinander. Wir brauchen einen Kompromiss, der der Situation unserer Branche Rechnung trägt“, meint Wedekind, der auch Geschäftsführer der Technoform Glass Insulation im nordhessischen Lohfelden ist. Im vergangenen Jahr kam es in der hessischen kunststoffverarbeitenden Industrie zu einem leichten Produktionsrückgang von 0,2 Prozent. Der Umsatz sank sogar um 0,8 Prozent. Auch für das laufende Jahr sehen die Arbeitgeber keinesfalls Grund zu Optimismus. Aus den klassischen Abnehmerbranchen, der Automobil-, der Möbel- und der Elektroindustrie erwarten sie keine positiven Impulse. Schon 2013 waren hier sowohl Umsatz wie auch Produktionsentwicklung rückläufig. Auch für dieses Jahr rechnen die Branchen nicht mit einem Wachstum. In dieser Situation kommt auch eine Steigerung der Erzeugerpreise nicht in Betracht. Sie liegen unterhalb der Inflationsrate. Außerdem macht den Firmen die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise zu schaffen. Sie stiegen in der Vergangenheit stetig an. Laut Verbandsumfrage rechnet der größte Teil der Mitglieder mit weiter steigenden Preisen.

Ausbildung geht vor Übernahme

Die Forderung der Gewerkschaft nach einer verpflichtenden Übernahmequote ist für den Verhandlungsführer nicht nachvollziehbar. „Die kunststoffverarbeitende Industrie in Hessen bildet schon heute viele junge Menschen aus. Zudem ist die Ausbildung qualitativ sehr hoch. Die Übernahmequote beträgt über 90 Prozent. Eine Verpflichtung zur Übernahme würde lediglich Ausbildungsplätze kosten und hilft den jungen Menschen nicht“, begründet Wedekind seine Ablehnung. Für die Arbeitgeber gilt weiterhin der Grundsatz: Ausbildung geht vor Übernahme.


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Arbeitgeberverband Chemie und
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Ole Richert, Pressesprecher
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Tel.: 0611 / 7106-46 oder 0162 / 2710646
Fax.: 0611 / 7106-78
E-Mail: richert (at) hessenchemie (dot) de
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