Pressemitteilungen
Wiesbaden, der 09.09.2015 14:29 Uhr

KVI-Tarifverhandlungen in Hessen ergebnislos vertagt

Wirtschaftliche Lage wird unterschiedlich bewertet

Ergebnislos ging die erste Verhandlungsrunde für die kunststoffverarbeitende Industrie (KVI) in Hessen zu Ende. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) Hessen-Thüringen und der Arbeitgeberverband HessenChemie kamen in Wiesbaden zu keiner Einigung. Zwischen der Gewerkschaftsforderung und der Bezahlbarkeit klafft eine große Lücke.

„Es ist nicht die Zeit für hohe Tarifabschlüsse in unserer Branche“, erklärt Thomas Wedekind, Geschäftsführer der Technoform Glass Insulation GmbH in Lohfelden und Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite. „Das Wachstum der Branche liegt im Null-Komma-Bereich, die KVI-Erzeugerpreise sind im Keller und die Unternehmen sind einem zunehmenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Einige Unternehmen waren bereits gezwungen, Personal abzubauen. Es droht eine weitere Erosion in den überwiegend kleinen und mittelständischen Unternehmen, wenn ein hoher Tarifabschluss kommt“, warnt Wedekind.

Man müsse den Fakten ins Auge blicken. Auch in der zweiten Jahreshälfte würden Nachfrage und Umsatz weiter schwächeln, denn auch die Produktion in wichtigen Abnehmerbranchen sei rückläufig. „Die Hälfte unserer Unternehmen erwarten höhere Energiekosten sowie 20 Prozent höhere Rohstoffkosten. Von einem Anstieg bei den Verkaufspreisen gehen dagegen nur 5 Prozent der Unternehmen aus“, ergänzt Wedekind.

Hinzu kämen die Unsicherheiten aufgrund der weltweiten Krisen, die Entwicklung des Euros sowie ein deutlich schwächeres Wachstum der Weltwirtschaft. Unter all diesen Umständen sei die Forderung der IG BCE deutlich zu hoch.

„Unsere Darstellung der Wirtschaftszahlen ist keine Schwarzmalerei. Die Zahlen sind objektiv nachprüfbar und sie müssen auch von unserem Verhandlungspartner ernst genommen werden“, betont Wedekind. „Bei einer derzeit sehr geringen Inflation und den seit Jahren deutlich gestiegenen Reallöhnen fällt es mir zudem schwer, die Berechtigung der hohen Forderung zu erkennen“, so der Verhandlungsführer weiter.

Diese umfasst neben einer 5,8-prozentigen Erhöhung der Vergütungen eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen auf das Niveau der chemischen Industrie Hessen sowie eine Laufzeit von maximal 12 Monaten.

Die 2. Verhandlungsrunde ist für den 28. September 2015 in Wiesbaden angesetzt.

229 Wörter, 2.284 Zeichen mit Leerzeichen
teilen
Bilder auf Flickr
Ansprechpartner
Pressemitteilungen abonnieren
Formular
Hier können sich Interessierte in den Verteiler aufnehmen lassen.
 
E-Mail *
Name, Vorname
Medium/Unternehmen
Straße, Nr
PLZ, Ort
Telefon

Ich bin damit einverstanden, den Presse-Newsletter der HessenChemie zu erhalten. Meine erhobenen Daten werden ausschließlich von der HessenChemie verwendet und nicht an unberechtigte Dritte weitergegeben. Mir ist bekannt, dass ich diese Einwilligung jederzeit widerrufen kann; lesen Sie bitte unsere Informationen zum Datenschutz.  
Suche
Pressemitteilungen durchsuchen
Profil

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.Ja, ich akzeptiere   Mehr Infos