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Wiesbaden, 24.10.2017 18:05 Uhr

Chemie-Industrie befindet sich im Digitalisierungsprozess

Kein kurzfristiger Trend, sondern stetige Weiterentwicklung

Über den digitalen Wandel und dessen Auswirkungen auf die Arbeitswelt haben am Dienstag Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Gewerkschaften und Unternehmen im Kurhaus der Landeshauptstadt diskutiert. Der Arbeitgeberverband HessenChemie hatte zu den 12. Wiesbadener Gesprächen zur Sozialpolitik unter dem Titel „Vernetzt. Gehetzt? Wertgeschätzt!“ eingeladen. Den über 200 Gästen wurde dabei auch eine aktuelle Branchen-Studie vorgestellt. Diese zeigt: Knapp 90 Prozent der befragten Unternehmen erachten das Thema als bedeutsam für ihre Wettbewerbsfähigkeit.

„Digitalisierung ist kein kurzfristiger Trend, sondern ein Prozess kontinuierlicher Weiterentwicklung in allen Unternehmensbereichen“, sagte Prof. Dr. Heinz-Walter Große, Vorstandsvorsitzender der HessenChemie. Digitale Innovationen und neue Geschäftsmodelle können dabei den Standort und die internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken. „Der technologische Fortschritt bietet auch neue Chancen für gute Arbeitsplätze. Hier müssen wir gemeinsam mit dem Sozialpartner immer wieder passende Lösungen finden und die richtigen Rahmenbedingungen setzen“, so Große.

Um einen Überblick über den aktuellen Stand der Digitalisierung in der Branche zu erhalten, beauftragte der Arbeitgeberverband HessenChemie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) mit einer Befragung seiner Mitgliedsunternehmen. Das Ergebnis zeigt, dass die Digitalisierung in den Mitgliedsunternehmen angekommen ist. Bereits 88 Prozent der Befragten befassen sich mit dem Thema; mehr als ein Drittel tut dies sogar intensiv.

Die flexible, schnelle und zuverlässige Verfügbarkeit von Produkten und Dienstleistungen für Kunden sind für 92 Prozent typische Merkmale eines digitalisierten Unternehmens. Die Bereiche Personal und Logistik sind dabei gute Beispiele und „typische“ Digitalisierungstreiber. Hier können viele Vorteile des digitalen Fortschritts genutzt und eine effiziente Vernetzung der Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette erreicht werden. So kann eine digitale Echtzeit-Kommunikation mit Kunden ganz erhebliche Vorteile im Sinne einer Just-in-time Zulieferung bringen.

Die chemisch-pharmazeutische Industrie in Hessen benötigt auch in Zukunft qualifizierte Fachkräfte. Allerdings lässt sich vermuten, dass sich die Kompetenzanforderungen weiter verändern werden. Dabei ist die Ausgangslage für die Branche gut, denn die Unternehmen verfügen über hoch qualifiziertes Personal. „Das Engagement der befragten hessischen Unternehmen bei Personalentwicklungs- und Qualifizierungsmaßnahmen ist bereits heute größer als in der Gesamtwirtschaft“, erklärte Dr. Hans-Peter Klös, Geschäftsführer IW Köln.

Aber auch die Führungskräfte sind gefordert. Sie nehmen im Digitalisierungsprozess eine besondere Rolle ein. Nicht nur die Anforderungen an deren Kompetenzen haben sich verändert, zwei Drittel der befragten Mitgliedsunternehmen sehen sie auch als Impulsgeber für neue Ideen.

Der Arbeitgeberverband veranstaltet die Wiesbadener Gespräche zur Sozialpolitik seit 2005 regelmäßig im Kurhaus und lädt dazu Experten aus Unternehmen, Gewerkschaften, Wissenschaft, Politik und Medien ein. Die Reihe greift aktuelle Themen auf, die eine gesamtgesellschaftliche Relevanz haben. Anregungen zur Diskussion lieferten dieses Mal die Vorträge von Prof. Dr. Jan Marco Leimeister, Universitäten St. Gallen und Kassel, Dr. Hans-Peter Klös vom IW Köln und des Präsidenten des Bundesinstituts für Berufsbildung, Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser.

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