Das Energiekonzept

Der HessenChemie Campus ist ein Niedrigenergiehaus und steht für energieeffizientes Bauen, zeitgemäße Energieversorgung und einen schonenden Umgang mit unseren Ressourcen.

Der Bedarf an Primärenergie liegt bei nur 7,3 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr, die Vorgaben der Energieeinsparverordnung werden damit um 96,2 Prozent unterschritten. Ein durchdachtes Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen macht dies möglich: Auf der Dachfläche befinden sich Fotovoltaikmodule mit 50 Kilowatt Peak Leistung. Die daraus gewonnene Energie wird für Beleuchtung, Belüftung, Heizung und Kühlung eingesetzt sowie für die Stromtankstellen in der Tiefgarage. Der HessenChemie Campus ist an das Fernwärmenetz eines Wiesbadener Versorgers angeschlossen, der seine Fernwärme komplett aus Biomasse gewinnt.
In den Geschossdecken wurden leichte, kugelförmige Hohlkörper verbaut. Diese reduzieren das Gewicht und erlauben somit eine große Spannweite unter Verwendung von nur wenigen Stützen, wodurch mehr als 700 Tonnen Beton eingespart und 59 Tonnen CO2-Ausstoß vermieden werden konnten.

Der Empfangs- und Tagungsbereich, die Flure und WCs werden mit energiesparender LED-Technik beleuchtet. Die Stehleuchten an den Arbeitsplätzen sind mit Tageslichtsensoren ausgestattet, sodass der Stromverbrauch bei Tageslichteinfall automatisch reduziert wird.

Eine Niedertemperatur-Fußbodenheizung trägt zur weiteren Energieersparnis ebenso bei wie die Zu- und Abluftanlage. Diese hat einen Wärmerückgewinnungsfaktor von rund 70 Prozent. Bei der Dreifachverglasung schaffen neuartige Abstandhalter aus einem Kunststoff-Metall-Verbund, sogenannte Spacer, eine Barriere gegen den Kältetransport. Damit wird der Wärmeverlust zwischen Innen- und Außenseite der Fensterfronten gering gehalten und es herrscht ein angenehmes Raumklima.

Beim gesamten Bau haben wir heimische Materialien und Recyclingmaterial bevorzugt. Die Teppiche haben einen Recyclinganteil von annähernd 100 Prozent, das Dämmmaterial der Fußbodenheizung liegt bei 30 Prozent, die Polyethylenfolien im Bereich der Fußbodenheizung bestehen zu 100 Prozent aus wiederverwerteten Stoffen.
Teile des Außenbereichs sind mit einem Betonpflaster ausgestattet, das eine Reduzierung der Konzentration von Stickstoffoxiden garantiert. Stickstoffoxide entstehen durch Kraftstoffverbrennung und belasten die Umwelt. Im photokatalytisch wirkenden Betonpflaster am HessenChemie Campus werden Stickstoffoxide gebunden und in Nitrat umgewandelt, welches dann in den Stoffkreislauf gelangt und u. a. als Nährstoff für Pflanzen dient.

Die Stellplätze bestehen aus versickerungsfähigen Pflaster – ein Umweltvorteil gegenüber vollständig versiegelten Flächen. Unsere Bäume sind groß genug, um vom ersten Tag an Schatten zu spenden und der Erwärmung des Mikroklimas entgegenzuwirken. Zudem haben die Pflanzen wenig Wasserbedarf. Gegossen werden sie mit Regenwasser, das in einer Zisterne gesammelt wird. Dieses wird auch für die Toilettenspülung genutzt.

Mit der Ausführung aller Maßnahmen hat die HessenChemie vorrangig regionale Handwerksbetriebe beauftragt und damit die Energieaufwendung für Anreise und Transport so gering wie möglich gehalten.
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