Starke Bilanz beim Landesfinale „Bester Praktikumsbericht”
Großer Erfolg für Schülerinnen und Schüler aus Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis: Beim hessischen Landesfinale des Wettbewerbs „Bester Praktikumsbericht“ erreichten vier Jugendliche aus der Region einen ersten oder zweiten Platz.
Annika Sophie Christin Desch von der Theißtalschule Niedernhausen und Fynn-Lennox Seidl von der Limesschule Idstein wurden in ihren Schulformen Hessensieger. Julia Bering von der Feldbergschule Idstein und Alexsandra Marojevic von der Erich Kästner-Schule Wiesbaden belegten jeweils den zweiten Platz. Die Hessensiegerehrung fand im Bildungshaus Bad Nauheim statt und wurde von SCHULEWIRTSCHAFT Rhein-Main-Taunus ausgerichtet.
„Vier Platzierungen unter den besten Zwei in Hessen sind ein großartiger Erfolg für unsere Region und eine starke Anerkennung für die Jugendlichen“, sagt Jürgen Funk, Geschäftsführer von SCHULEWIRTSCHAFT Wiesbaden-Rheingau-Taunus. „Gleichzeitig zeigt der Wettbewerb, wie wichtig Unternehmen und Einrichtungen sind, die jungen Menschen Praktika ermöglichen und sich für Ausbildung engagieren. Angesichts des demografischen Wandels entscheidet sich hier, wie wir Fachkräfte sichern und Zukunft gestalten. Wer heute Jugendlichen Chancen eröffnet, investiert in die Arbeitswelt von morgen.“
Vier Praktika, vier ganz unterschiedliche Arbeitswelten
Hessensiegerin wurde Annika Sophie Christin Desch von der Theißtalschule Niedernhausen. In der XENON-Arbeitsgruppe der Johannes Gutenberg-Universität Mainz tauchte sie in die Astroteilchenphysik ein und beschäftigte sich unter anderem mit der Suche nach Dunkler Materie. Mit ihrem Bericht erreichte sie den 1. Platz in der Kategorie Gymnasium Sek. I.
Den 1. Platz in der Kategorie Realschule erreichte Fynn-Lennox Seidl von der Limesschule Idstein. Sein Praktikum absolvierte er im Bestattungshaus Rainer Tauber in Taunusstein-Bleidenstadt. Dort lernte er ein Berufsfeld kennen, das Verantwortungsbewusstsein, Diskretion und Einfühlungsvermögen verlangt.
Julia Bering von der Feldbergschule Idstein belegte den 2. Platz in der Kategorie Förderschule. Ihr Praktikum führte sie in das Hessische Landesmuseum Wiesbaden für Kunst und Natur. Dort erhielt sie Einblicke ins Eventmanagement und in die pädagogische Arbeit mit Kindern. Einen weiteren 2. Platz erreichte Alexsandra Marojevic von der Erich Kästner-Schule Wiesbaden in der Kategorie Hauptschule. In der Zahnarztpraxis Dr. Budak in Wiesbaden lernte sie den Arbeitsalltag einer Zahnmedizinischen Fachangestellten kennen – von der Behandlungsvorbereitung bis zu Organisation und Dokumentation.
„Die vier Praktika könnten unterschiedlicher kaum sein – vom Bestattungswesen über die Zahnarztpraxis und das Museum bis zur Astroteilchenphysik“, sagt Roland Boros, Projektleiter SCHULEWIRTSCHAFT Wiesbaden-Rheingau-Taunus. „Genau darin liegt eine große Stärke von Berufsorientierung: Jugendliche erleben vielfältige Arbeitswelten, entdecken eigene Interessen und Fähigkeiten und gewinnen eine konkretere Vorstellung davon, was zu ihnen passen könnte.“
Von der Region ins Landesfinale
Die vier Jugendlichen hatten sich zuvor bei der regionalen Preisverleihung von SCHULEWIRTSCHAFT Wiesbaden-Rheingau-Taunus durchgesetzt. Die Erstplatzierten der Schulformen qualifizierten sich für das Landesfinale. Insgesamt hatten sich die 15 beim Landesfinale ausgezeichneten Praktikumsmappen zuvor in den regionalen Vorentscheiden in Nord-, Mittel- und Osthessen sowie in Wiesbaden-Rheingau-Taunus und im Rhein-Main-Gebiet unter rund 270 eingereichten Berichten durchgesetzt. Eine Jury bewertete die Arbeiten nach formalen Kriterien, inhaltlicher Tiefe und Kreativität.
Über SCHULEWIRTSCHAFT
Der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Wiesbaden-Rheingau-Taunus ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Lehrkräften und Vertretern der Wirtschaft. Er koordiniert die Vernetzung zwischen Unternehmen und Schulen und richtet jährlich den Wettbewerb „Bester Praktikumsbericht“ aus, der sich an alle weiterführenden Schulen der Region richtet. Als regionale Geschäftsstelle der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VhU) für die Region Wiesbaden-Rheingau-Taunus übernimmt der Arbeitgeberverband HessenChemie die Betreuung des Arbeitskreises und seiner Projekte auf regionaler Ebene.

