Von der Autowerkstatt bis zur Astroteilchenphysik
Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Wiesbaden-Rheingau-Taunus zeichnet die besten Praktikumsberichte 2026 aus
Praktika eröffnen jungen Menschen erste Einblicke in die Arbeitswelt – und manchmal auch ganz konkrete Perspektiven für die eigene Zukunft. Der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Wiesbaden-Rheingau-Taunus hat auf dem Campus des Arbeitgeberverbands HessenChemie Schülerinnen und Schüler für ihre herausragenden Praktikumsberichte ausgezeichnet.
Praktikumsberichte zeigen Vielfalt der Berufswelt
Die ausgezeichneten Berichte machen deutlich, wie breit die beruflichen Möglichkeiten für junge Menschen sind. Die Praktika gaben Einblicke in ganz unterschiedliche Tätigkeitsfelder – etwa in den Beruf des Kfz-Mechatronikers beim Subaru-Servicepartner Hans Mondon in Wiesbaden, in die Forschung von Astroteilchenphysikern der XENON-Arbeitsgruppe der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie in den Beruf der Bestattungsfachkraft im Bestattungshaus Rainer Tauber in Taunusstein.
„Ein Praktikum macht Berufsorientierung konkret“, sagt Jürgen Funk, Geschäftsführer von SCHULEWIRTSCHAFT Wiesbaden-Rheingau-Taunus. „Der Praktikumsbericht hilft Jugendlichen, ihre Erfahrungen nicht nur festzuhalten, sondern einzuordnen. So wird aus einem ersten Einblick in die Arbeitswelt eine wichtige Grundlage für die Frage, welcher berufliche Weg zu den eigenen Interessen und Stärken passt.“
Insgesamt wurden 59 Berichte aus 14 Schulen der Region eingereicht – von der Förderschule bis zum Gymnasium. Eine fachkundige Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus Schule, Wirtschaft und dem Staatlichen Schulamt bewertete die Arbeiten nach vier Kriterien: formale Struktur, inhaltliche Tiefe, gestalterische Qualität und Gesamteindruck.
Durch die Preisverleihung führte Roland Boros, Pressesprecher des Arbeitgeberverbands HessenChemie. Vor rund 100 Gästen wurden die besten Einsendungen mit Urkunden, Preisen und viel Applaus gewürdigt. Die Preise wurden vom Arbeitgeberverband HessenChemie gestiftet. Für die Erstplatzierten geht der Wettbewerb nun weiter: Sie ziehen in den hessischen Landesentscheid ein. Das Finale findet am 30. September in Bad Nauheim statt.
Praktikumswoche eröffnet zusätzliche Einblicke
Im Rahmen der Preisverleihung stellte Geschäftsführer Jürgen Funk außerdem das Berufsorientierungsangebot „Praktikumswoche“ vor. Über die Plattform www.praktikumswoche.de/regionen/hessen können Schülerinnen und Schüler eintägige Schnupperpraktika bei unterschiedlichen Unternehmen absolvieren.
„Die Praktikumswoche ist ein niedrigschwelliger Weg, um Berufe kennenzulernen, die viele Jugendliche vielleicht noch gar nicht im Blick haben“, so Funk. „Die kurzen Praxiseinblicke helfen dabei, sich schnell einen guten Überblick über die vielen beruflichen Möglichkeiten zu verschaffen.“
Schülerinnen und Schüler, die sich gezielt für eine Ausbildung in der Chemie- und Pharmabranche interessieren, verwies Funk außerdem auf das Ausbildungsportal „Elementare Vielfalt“ unter www.elementare-vielfalt.de.
Die Preisträgerinnen und Preisträger
Förderschule
1. Platz: Julia Bering, Feldbergschule, Idstein
2. Platz: Tim Rosenwald, Erich Kästner-Schule, Wiesbaden
3. Platz: Monique Alef, Feldbergschule, Idstein
Hauptschule
1. Platz: Alexsandra Marojevicm, Erich Kästner-Schule, Wiesbaden
2. Platz: Finn-Luca Andree, Theißtalschule, Niedernhausen
2. Platz: Jamien Kunze, Theißtalschule, Niedernhausen
3. Platz: Katharina Feininger, IGS Alexej von Jawlensky, Wiesbaden
Realschule
1. Platz: Fynn-Lennox Seidl, Limesschule, Idstein
2. Platz: Sara Linda Fiorenzato, Gutenbergschule, Eltville
3. Platz: Aycan Kariptas, Gutenbergschule, Eltville
3. Platz: Chloe Aimi Urbino, Werner-von-Siemens-Schule, Wiesbaden
Gymnasium Sek. I
1. Platz: Annika Sophie Christin Desch, Theißtalschule, Niedernhausen
2. Platz: Holly June Schlüter, IGS Wallrabenstein, Hünstetten
3. Platz: Hannah Weißenborn, St. Ursula-Schule, Geisenheim
Gymnasium Sek. II
2. Platz: Ninson Hanna, Gymnasium am Mosbacher Berg, Wiesbaden
2. Platz: Nina-Josefin Werner, Gymnasium am Mosbacher Berg, Wiesbaden
Über SCHULEWIRTSCHAFT
Der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Wiesbaden-Rheingau-Taunus ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Lehrkräften und Vertretern der Wirtschaft. Er koordiniert die Vernetzung zwischen Unternehmen und Schulen und richtet jährlich den Wettbewerb „Bester Praktikumsbericht“ aus, der sich an alle weiterführenden Schulen der Region richtet. Als regionale Geschäftsstelle der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VhU) für die Region Wiesbaden-Rheingau-Taunus übernimmt der Arbeitgeberverband HessenChemie die Betreuung des Arbeitskreises und seiner Projekte auf regionaler Ebene.

