Hessens Kunststoffindustrie führt neues Altersvorsorgemodell ein
Die Tarifvertragsparteien der Kunststoffverarbeitenden Industrie (KVI) Hessen – der Arbeitgeberverband HessenChemie und die IGBCE Hessen-Thüringen – führen mit dem jetzt geschlossenen Tarifvertrag zum 1. Januar 2026 das Sozialpartnermodell KVI Hessen ein. Damit steht nun ein neuer Weg für eine zukunftsfeste betriebliche Altersvorsorge in der hessischen Kunststoffverarbeitung zur Verfügung. Der Abschluss stärkt sowohl die Attraktivität der Branche als auch die Sicherheit der Beschäftigten im Ruhestand.
Gemeinsamer Meilenstein für moderne betriebliche Altersvorsorge
Das Sozialpartnermodell schafft eine Betriebsrente auf Basis einer reinen Beitragszusage und bietet durch den Verzicht auf Garantien höhere Renditechancen. Der neue Tarifvertrag orientiert sich an den bereits erfolgreich etablierten Lösungen der chemischen Industrie. Arbeitgeber können beim Sozialpartnermodell zwischen zwei Durchführungswegen wählen. Grundlage bilden der ChemiePensionsfonds sowie die ZielrenteCHEMIE. Der ChemiePensionsfonds wird durch die R+V Versicherung realisiert, die ZielrenteCHEMIE wird von der Höchster Pensionskasse durchgeführt, in Zusammenarbeit mit Fidelity International als externem Kapitalanleger.
Der Impuls zur Einführung der neuen betrieblichen Altersvorsorge entstand im Rahmen einer gemeinsamen Sozialpartnerveranstaltung im September 2025. Dort diskutierten der Arbeitgeberverband HessenChemie und die IGBCE Hessen-Thüringen gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Versorgungseinrichtungen und Kapitalanlage über Chancen, Erfahrungen und Perspektiven des Sozialpartnermodells. Mit dem Abschluss des Sozialpartnermodells setzen die Tarifvertragsparteien ein deutliches Zeichen für Innovationsfähigkeit und soziale Verantwortung in der Kunststoffverarbeitenden Industrie Hessen.
Stimmen der Tarifparteien: Sicherheit für Beschäftigte und Wettbewerbsvorteile für Unternehmen
„Mit dem neuen Sozialpartnermodell KVI Hessen schaffen wir verlässliche und moderne Betriebsrenten. Es ist ein Beispiel dafür, wie Sozialpartnerschaft im besten Sinne funktioniert: konstruktiv und lösungsorientiert“, betont Sabine Süpke, Landesbezirksleiterin der IGBCE Hessen-Thüringen.
„Deutlich bessere Renditechancen für die Beschäftigten und weniger Risiken für die Arbeitgeber – beides spricht für das Sozialpartnermodell. Der Weg zur reinen Beitragsgarantie stärkt die zweite Säule des Rentensystems und auch die Attraktivität unserer Branche“, erklärt Dirk Meyer, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes HessenChemie.
Hintergrundinformation
Die Chemie-Sozialpartner sind die IGBCE Hessen-Thüringen und der Arbeitgeberverband Chemie und verwandte Industrien für das Land Hessen e.V. (HessenChemie). Im Arbeitgeberverband HessenChemie sind 310 Mitgliedsunternehmen mit 105.000 Beschäftigten der chemisch-pharmazeutischen und kunststoffverarbeitenden Industrie sowie einiger industrienaher Serviceunternehmen zusammengeschlossen. Die Fachabteilung der Kunststoffverarbeitenden Industrie (KVI) umfasst 38 Unternehmen mit rund 5.500 Beschäftigten. Die IGBCE Hessen-Thüringen betreut derzeit rund 70.000 Mitglieder unter anderem aus den Bereichen Chemie, Kautschuk, Kunststoff, Papier und Glas.
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Arbeitgeberverband Chemie und
verwandte Industrien für das Land Hessen e.V.
Roland Boros, Pressesprecher
Murnaustraße 12, 65189 Wiesbaden
Tel: 0611 7106-40
E-Mail: boros@hessenchemie.de
www.hessenchemie.de
IGBCE Hessen-Thüringen
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Mainzer Straße 81, 65189 Wiesbaden
Tel: 0611 988499-0
E-Mail: philipp.mundt@igbce.de
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